Archiv für den Monat Januar 2012

Déjà-vu!

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Jeder hatte schon mal eines, oder kennt auf jeden Fall den Begriff. Déjà-vu.
Natürlich: Ist Französisch, und bedeutet soviel wie: schon mal gesehen. Manchmal schleicht sich so ein unheimliches Gefühl ein, fast wie eine Illusion, man habe eine Szene, die man gerade erlebt, schon mal erlebt oder gesehen. Doch was steckt denn genau hinter diesem psychologischem Phänomen?
Der Begriff selbst stammt von Emile Boirac (1851-1917), der sehr an übersinnlichen Phänomenen interessiert war. Er setzte unseren Blick damit auf die Vergangenheit, obwohl die Einzigartigkeit des Déjà-vu aus der Gegenwart stammt, bzw. das merkwürdige Gefühl dabei.
Immer mal wieder haben wir Erlebnisse, die dem Déjà-vu im Grunde ja ähneln: Wir fragen uns bei einem Buch: hab ich das schon gelesen? Bei einem Film: habe ich diese Folge nicht schon gesehen? Oder bei einem Ort: war ich nicht schon mal hier? Und doch wissen wir es ist kein Déjà-vu. Das unheimliche Gefühl ist nicht da, nur ein wenig Verwirrung vielleicht. Doch beim Déjà-vu ist es seltsamer. Und es ist wohl nicht seltsam, wenn man ein Buch zufällig zweimal liest, nach vielen anderen, die man zuvor gelesen hat. Und beim Déjà-vu merkt man deutlich: Diese Erinnerung passt hier nicht rein, sie steht in keinem Zusammenhang. Wir haben nicht das Gefühl, man sollte die momentane Wahrnehmung kennen.
 Natürlich wurde an diesem speziellen Phänomen eine Menge herumgeforscht, aber eine Erklärung gibt es nicht, und diese wird es vielleicht auch nie geben. Die verbreitesten Vermutungen wären diese:
  • Déjä-vus treten auf, wenn man sich an ein verdrängtes, aber tatsächlich erlebtes Ereignis erinnert, welches aber nicht bewusst registriert wurde.
  • Etwas, was man zuvor einmal geträumt, also wie „vorhergesehen“ hatte
  • Pars-pro-toto-Prinzip: Übereinstimmung aktueller und früherer Situationsmerkmale. Eine vertraute Situation enthält ein bestimmtes Situationsmerkmal (Geruch, Geräusch, Bild), dass man wiederkennt. Dieses Wiedererkennen wird dann vom Gehirn auf die ganze Situation übertragen.
  • Man ist in einer Situation, die einem schon mal ähnlich widerfahren wird, es geschieht eine Art Fehler im Gehirn, man glaubt, man sei in der selben „Szene“, dabei ist sie doch nur ähnlich. Man achtet nicht auf Details.
  • versehentliche Zuordnung an eine Erinnerung, obwohl die Erfahrung erst neu aufgenommen wird

Doch es gibt so viele Möglichkeiten, dass sie schliesslich doch alle in die Irre führen. Ist nicht das Gefühl auch wichtig? Dieses Gefühl könnte von einer Gehirnaktivität, also neurochemischen Faktoren während der Wahrnehmung, hervorgerufen werden, die nichts mit Erinnerung zu tun haben. Man hat mit Sicherheit herausgefunden, dass Déjà-vu-Gefühle bei Patienten der Psychiatrie häufig sind. Das déjà-vu-Gefühl tritt auch oft kurz vor epileptischen Anfällen der Schläfenlappen auf. Aber andere Tests ergaben auch, dass man nach stressiger Zeit viele Déjà-vus bekommen könnte.

Der berühmte kanadische Neurochirurg Wilder Penfield führte 1955 ein berühmtes Experiment durch:          Er stimulierte die Schläfenlappen elektrisch, und fand heraus, dass etwa 8% seiner Testpersonen „Erinnerungen“ durchlebten. Déjà-vus? Nicht sicher.Er lieferte keine Belege für die Behauptung, dass er echte Erinnerungen hervorgerufen habe. Sie könnten genauso gut Halluzinationen und die ersten Beispiele von künstlich erzeugtem Déjà vu sein.

Was sehr selten vorkommt, es jedoch gibt: Dauer-Déjà-vu! Ein interessanter Artikel erzählt mehr darüber.

Man kann sich zu diesem Thema viele Gedanken machen. Aber es wirft auch noch viele Fragen auf:

Warum haben wir Déjà-vus? Haben manche Menschen mehr als andere? Hängt das mit dem IQ eines Menschen zusammen, oder vielleicht, wie viel er schon gesehen, gehört, gerochen..hat?

Wisst ihr was, lest doch mal ein paar der LINKS zum Déjà-vu und der bisherigen Forschung und sagt mir dann: Was haltet ihr von dem Thema, und was denkt ihr ist verantwortlich für das Déjà-vu? Welcher Theorie stimmt ihr zu?

Freue mich auf eure Antworten

Bis bald, eure Anna (:

Ist euch mal aufgefallen..

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..,dass Taschenrechner und Telefone eine Unterschiedliche Tastatur haben?

Ja, mir auch nicht. Bis gerade eben (endlich mal Mathehausaufgaben gemacht, haha)! Die Zahlen sind einfach falsch herum. Oben ist 7,8,9 und auf dem Handy/Telefon ist es 1,2,3.

Ja und wieso?

Verschwörungstheorien gibt es natürlich mal wieder zuhauf, aber erfahrungsgemäss ist bei allem, was der Mensch auf die Beine stellt, Tradition, Trägheit oder beides mit im Spiel. Böse Zungen behaupten, die Post habe darauf gedrungen, die Anordnung der Taschenrechnertasten zu verändern, damit Leute, die sehr fix auf dem Rechner waren, die Tasten des Telefons langsamer bedienten und dort die Signale „mitkamen“. Das stimmt natürlich ncit. Ausserdem können auch heute noch blitzschnelle Wähler ein Tastentelefon schachmatt legen.

Sowohl die Telefontastatur als auch die elektronischen Taschenrechner wurden in den frühen 1960er Jahren eingeführt. Bei Rechnern standen die niedrigsten Zahlen unten auf der Tastatur. Telefontastaturen setzten 1-2-3 in die obere Reihe, wie ihr seht! Beide Anordnungen geen direkt auf ihre früheren Prototypen zurück.

Vor 1964 waren Rechner entweder mechanisch oder elektrische Geräte mit dicken Leitungen. Die Tastaturen der ersten Rechner ähnelten denen von Registrierkassen, bei denen linke Tastenreihe oben mit der neun begann und unten bei der Null endete. Die nächste Reihe rechts davon begann oben mit 90 und endete mit 10, und wiederum die nächste Reihe begann mit 900 und die nächste mit 100, usw.     Alle früheren Rechner hatten zehn Reihen übereinander und die meisten neun Reihen nebeneinander. Von Beginn an standen bei Handrechnern 7-8-9 von links nach rechts in der oberen Reihe. Wieso hätte man das ändern sollen?

Vor dem Tastentelefon waren Wählscheiben die Regel. Mit Sicherheit hat man die Telefontastatur in Anlehnung an die Wählscheibe entworfen – mit der Eins oben und 7-8-9 unten. Laut Testergebnissen einer Telefongesellschaft half diese Anordnung der Ziffern, Wählfehler zu vermeiden.

 

 

Na dann! (:

Bis bald eure Anna ((:

Wer bin ich?

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Wer bin ich?

 

Ich bin Dein ständiger Gefährte, Dein größter Helfer oder Deine schwerste Last. Ich werde Dich vorantreiben oder blockieren. Ich stehe Dir gerne zur Seite.

Die Hälfte der Dinge, die Du tust, könntest Du getrost mir überlassen. Ich könnte sie schnell und gut für Dich erledigen.

Der Umgang mit mir ist einfach — Du musst nur konsequent sein. Zeig mir genau, wie Du etwas haben möchtest, dann werde ich es schon bald für Dich erledigen.

Ich bin der willige Diener aller erfolgreichen Menschen und leider auch aller Versager. Jene, die groß sind, verdanken das mir. Jene, die Versager sind, habe ich dazu gemacht.

Ich bin keine Maschine, obwohl ich so präzise wie eine Maschine arbeite. Aber auch mit der Intelligenz eines Menschen.

Du kannst mit mir Gewinne oder auch Verluste machen — für mich ist das kein Unterschied.

Nimm mich, trainiere mich, sei mir gegenüber konsequent und ich werde Dir die Welt zu Füßen legen. Bist Du mir gegenüber jedoch nicht konsequent, werde ich Dich zerstören.

 

Wer bin ich?

Ein schwieriges Rätsel, hab es in einer Zeitschrift gefunden. Könnt ihr es lösen?
Bis bald eure Anna (:

Pro captu lectoris habent..

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„Pro captu lectoris habent sua fata libelli“

Ein lateinisches Sprichwort aus nur unvollständig überlieferten Lehrgedicht eines antiken Garmmatikers. Und er bedeutet übersetzt:

„Es ist die innere Einstellung des Lesers, der den Büchern ihr Schicksal bereitet“

Und das bedeutet es:

Im Grunde bedeutet es, dass es nicht die Bücher sind, die einfach gut oder schlecht sind. Das Buch kann jedem Leser etwas anderes vermitteln, je nachdem, wie es in dem Leser selbst aussieht. Wie seine innere Einstellung ist. Wie viel er aufnehmen will und kann. Jeder interpretiert Texte anders, versteht sie anders.

Beispiel: wenn jemand Pferde überhaupt nicht leiden kann, dann wird er wohl kaum ein Buch gut finden, indem es um Rennpferd Black Beauty geht.

Aber der Spruch will uns nicht nur das sagen. Der Spruch kann eigentlich immer angewendet werden. Er ist alltäglich. Denn jeder Mensch hat seine eigene Meinung, seinen eigenen Geschmack. Es kommt drauf an, wie es in ihm aussieht, wie er verschiedene Dinge betrachtet und Themen angeht.

Da kommt mir ein indisches Sprichwort in den Sinn:

„Nimm es als Vergnügen und es ist ein Vergnügen, nimm es als Qual und es ist eine Qual.“

Also je nachdem wie ihr auf etwas zugeht, je nachdem wird es euch gefallen/misfallen. Ein Beispiel in unserem Schüleralltag wäre: Angenommen ihr könnt Mathe nicht leiden (Ella..!? 😉 Dann ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass ihr besonders gut sein werdet, da ihr es von Anfang an langweilig findet. Oder ihr sagt: Museen sind todlangweilig. Dann wird der Museumsbesuch garantiert langweilig.

Aber auch was Sympathien im Bezug auf andere Menschen betrifft. Der eine sagt Arschloch, der andere sagt: Traummann. Ansichtssache also.

Die Einstellung zählt! Denkt immer daran: Pro captu lectoris habent sau Fata libelli!

 

 

 

Bis bald eure Anna (: